NeuroSomatische Hypnotherapie (NSHT)
Ein Ansatz, der Hypnose, Nervensystem und innere
Anteile verbindet - entwickelt aus jahrelanger Praxiserfahrung
Viele Menschen, die zu mir kommen, haben bereits Erfahrungen mit Therapie gemacht. Manchmal hat es geholfen - manchmal nicht nachhaltig. Und fast immer taucht dieselbe Frage auf: Warum ändert sich so wenig, obwohl ich doch verstehe, woher das kommt?
Diese Frage hat mich über viele Jahre beschäftigt. Sie ist der Ausgangspunkt der NeuroSomatischen Hypnotherapie (NSHT) - eines Ansatzes, der sich nicht am Schreibtisch, sondern in der konkreten Arbeit mit Klientinnen und Klienten entwickelt hat. Aus dem, was gewirkt hat. Und aus dem, was nicht gewirkt hat.
NSHT verbindet drei Ebenen, die in anderen Verfahren meist getrennt bleiben: den hypnotischen Trancezustand, die Regulation des autonomen Nervensystems und die Arbeit mit inneren Anteilen. Diese Kombination ist kein Zufall - sie ist das Ergebnis davon, dass jede dieser Ebenen allein manchmal nicht ausreicht.
Ein eigener therapeutischer Ansatz

Die NSHT ist aus meiner langjährigen therapeutischen Arbeit entstanden.
Aus der Erfahrung, dass viele emotionale Belastungen nicht allein über Gespräche oder reine Symptombehandlung erreicht werden - sondern häufig auch das Nervensystem und unbewusste Schutzreaktionen berücksichtigt werden müssen.
Was ist NeuroSomatische Hypnotherapie (NSHT)?
Der Begriff beschreibt drei wichtige Ebenen der therapeutischen Arbeit.
Neuro
Das Nervensystem verstehen
Unser Nervensystem entscheidet ständig darüber, ob wir uns sicher fühlen oder innerlich im Alarmzustand sind.
Belastende Erfahrungen können dazu führen, dass der Körper auch dann noch mit Stress reagiert, wenn objektiv keine Gefahr besteht.
In der NeuroSomatischen Hypnotherapie berücksichtige ich deshalb gezielt die Regulation des Nervensystems.
Somatisch
Der Körper als Teil des therapeutischen Prozesses
Emotionale Erfahrungen zeigen sich oft nicht nur in Gedanken, sondern auch im Körper.
Zum Beispiel als:
- innere Unruhe
- Druck im Brustbereich
- Enge im Hals
- anhaltende Anspannung
Diese körperlichen Signale werden in der Therapie achtsam wahrgenommen und einbezogen, statt sie zu ignorieren.
Hypnotherapie
Zugang zu unbewussten Prozessen
Hypnose ermöglicht einen natürlichen Zugang zu tieferen Ebenen unseres Erlebens.
In diesem Zustand können:
- unbewusste Reaktionsmuster besser verstanden werden
- innere Ressourcen aktiviert werden
- neue Erfahrungen von Sicherheit entstehen
Hypnose dient dabei als sanfter Zugang zu Veränderungsprozessen im Nervensystem.
NSHT ist eine eigenständige Methode - entwickelt von Horst Gedecksnis, Heilpraktiker für Psychotherapie, in Oeversee bei Flensburg. Sie ist kein Modul und keine Variation eines bestehenden Verfahrens, sondern ein in der Praxis gewachsener, ganzheitlicher Ansatz.
Der Begriff NSHT steht für etwas, das ich bei keinem anderen Anbieter in dieser Form finden werde - weil er aus meiner spezifischen Arbeit entstanden ist.
Wie funktioniert NSHT? Die drei Wirkebenen

NSHT arbeitet gleichzeitig auf drei Ebenen, die sich gegenseitig verstärken:
1. Hypnotischer Trancezustand Im Trancezustand ist der Zugang zum Unterbewusstsein erleichtert. Reaktionsmuster, die im Wachzustand starr wirken, werden zugänglich – nicht durch Suggestion, sondern durch direkte Arbeit im Erleben. Trance ist dabei kein passiver Zustand: Es ist ein innerlich lebendiger Prozess, bei dem Sie jederzeit die Kontrolle behalten.
2. Nervensystemregulation Das autonome Nervensystem reguliert, wie wir auf Stress, Bedrohung und Verbindung reagieren – meist ohne unser Bewusstsein. In NSHT werden diese Reaktionsmuster direkt angesprochen: durch Körperwahrnehmung, durch das Erkennen von Aktivierungszuständen und durch Regulationsimpulse, die dem Nervensystem neue Erfahrungen ermöglichen.
3. Arbeit mit inneren Anteilen Was sich manchmal wie innerer Widerspruch anfühlt – "Ich will aufhören, und tue es trotzdem" – hat meist einen Grund. In NSHT wird in der Trance direkt mit diesen Anteilen gearbeitet: nicht um sie zu bekämpfen, sondern um zu verstehen, was sie brauchen, damit Veränderung möglich wird.
Die Verbindung dieser drei Ebenen ist das Wesentliche an NSHT. Kein Element wirkt allein so tief wie ihr Zusammenspiel.
Für wen ist NSHT geeignet?
NSHT eignet sich besonders für Menschen, die das Gefühl haben, dass ihr Thema tiefer sitzt – oder bei denen bisherige Verfahren zwar etwas bewegt haben, aber nicht nachhaltig.
Häufige Themen in meiner Praxis:
- Angst, Panikattacken, chronische innere Anspannung
Mehr über Angst & innere Alarmreraktionen →
- Burnout, Erschöpfung, Schlafstörungen
Mehr über Erschöpfung und innere Anspannung →
- Trauma und Nachwirkungen belastender oder toxischer Beziehungen
Mehr über Emotionale Wunden & Nervensystem →
- Depressive Zustände und Antriebslosigkeit
- Muster, die sich trotz Einsicht wiederholen – in Beziehungen, im Selbstbild, im Körper
Mehr über Emotionale Muster & Selbstblockaden →
- Suchtmuster und ungesunde Gewohnheiten
Mehr über essverhalten-rauchen-and-ungesunde-gewohnheit/ →
NSHT ist kein geeignetes Verfahren bei akuten psychiatrischen Krisen. Bei Unsicherheit sprechen wir das im ersten Gespräch offen an.
Wenn emotionale Belastungen sich körperlich zeigen
Emotionale Belastungen wirken sich nicht nur auf Gedanken und Gefühle aus.
Viele Menschen erleben zusätzlich:
- körperliche Anspannung
- Erschöpfung
- innere Unruhe
- Druckgefühle
- Schlafprobleme
- Magen-Darm-Beschwerden
- Herzklopfen
- oder andere stressbedingte körperliche Reaktionen
Oft entsteht dadurch das Gefühl, „der Körper macht plötzlich nicht mehr mit“.
Die NSHT betrachtet solche psychosomatischen Reaktionen nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit emotionalen Belastungen, innerem Stress und der Regulation des Nervensystems.
Dabei geht es nicht darum, körperliche Symptome vorschnell psychologisch zu erklären.
Sondern darum, die möglichen Zusammenhänge zwischen emotionaler Belastung, Nervensystem und körperlichem Erleben besser zu verstehen.
Mehr über körperliche Beschwerden →
Mehr über psychomatische Beschwerden →
Traumasensible Prozessarbeit
Menschen mit belastenden oder überwältigenden Erfahrungen erleben häufig, dass bestimmte Reaktionen nicht bewusst steuerbar erscheinen.
Das Nervensystem bleibt dabei oft in innerer Alarmbereitschaft, Rückzug oder Anspannung gefangen - selbst dann, wenn die belastende Situation längst vorbei ist.
Die NSHT berücksichtigt diese Zusammenhänge und arbeitet deshalb nicht über Druck oder Überforderung, sondern orientiert sich an:
- Sicherheit
- Stabilisierung
- emotionaler Regulation
- und der individuellen Belastbarkeit des Nervensystems
Die Arbeit erfolgt dabei traumasensibel und in einem geschützten therapeutischen Rahmen.
Die Arbeit mit inneren Anteilen
Viele Menschen erleben innerlich unterschiedliche Seiten oder Anteile in sich.
Zum Beispiel:
- ein Anteil, der funktionieren möchte
- ein Anteil, der sich zurückzieht
- ein verletzter innerer Anteil
- oder ein Teil, der ständig wachsam bleibt
In der NSHT werden diese inneren Dynamiken nicht bekämpft. Stattdessen geht es darum:
- sie besser zu verstehen
- innere Konflikte zugänglicher zu machen
- und neue Erfahrungen von Sicherheit und Regulation zu ermöglichen.
Worum es in der NSHT nicht geht
Die NSHT versteht sich nicht als schnelle Symptombehandlung oder reine „Motivationshypnose“.
Im Mittelpunkt steht vielmehr:
- ein tieferes Verständnis innerer Prozesse
- die Regulation des Nervensystems
- emotionale Integration
- und eine nachhaltigere Veränderung belastender Muster.
Mehr erfahren: Warum manche Hypnose-Anwendungen nicht nachhaltig wirken→
Wenn das Nervensystem dauerhaft in Alarmbereitschaft bleibt
Viele belastende Reaktionen entstehen nicht aus „Schwäche“ oder fehlender Willenskraft.
Oft hat das Nervensystem über lange Zeit gelernt:
- wachsam zu bleiben
- Gefühle zu unterdrücken
- sich anzupassen
- sich innerlich zu schützen
- oder bestimmte emotionale Zustände zu vermeiden
Diese Schutzmuster waren ursprünglich häufig sinnvoll.
Später können sie jedoch zu:
- innerer Anspannung
- emotionaler Erschöpfung
- Angstreaktionen
- Beziehungsproblemen
- emotionalem Rückzug
- oder wiederkehrenden inneren Konflikten führen.

Wie läuft eine Sitzung ab?
Jede Sitzung beginnt mit einem kurzen Gespräch - was steht heute im Vordergrund, was ist seit der letzten Sitzung aufgetaucht? Dann leite ich Sie in einen ruhigen Trancezustand, der sich für die meisten Menschen angenehm und sicher anfühlt.
In der Trance arbeiten wir - je nach Thema - mit Körperempfindungen, Bildern, inneren Anteilen oder dem, was das Nervensystem gerade zeigt. Nach der Trance gibt es Zeit zum Ankommen.
Veränderungen zeigen sich manchmal sofort, manchmal in den Tagen danach - das ist Teil des Prozesses.
Sitzungen finden in der Praxis in Oeversee bei Flensburg statt oder online per Videotelefonie.

Weitere Informationen zur NSHT
Für die NeuroSomatische Hypnotherapie nach Gedecksnis (NSHT) entsteht aktuell eine eigene spezialisierte Website mit ausführlichen Informationen zum Ansatz, zur Arbeitsweise und zu den Möglichkeiten der Begleitung.

